snowboarden trotz Bandscheibenvorfall

Snowboarden trotz Bandscheibenvorfall

In der letzten Woche habe ich hier im Blog einen längeren Artikel darüber geschrieben, wie man als Betroffener mit einem Bandscheibenvorfall bzw. einer Vorwölbung umgehen kann. In selbigem Beitrag habe ich ebenfalls darauf hingewiesen, dass sich alpine Sportarten wie Snowboarden oder Skifahren nicht als besonders kurativ bei einer solchen „Erkrankung“ erweisen, da bei diesen die Wirbelsäule stärker belastet wird als bei „angemesseneren“ Sportarten. Diese Sicht der Dinge möchte ich im heutigen Artikel etwas ergänzen sowie relativieren und zudem erklären, wie ich trotz zwei geschädigter Bandscheiben in meiner Lendenwirbelsäule weiterhin Snowboard fahren kann. Die Erfahrungen resultieren dabei aus einem erst kürzlich unfallfrei beendeten Winterurlaub.

Warum ist Snowboarden Gift für die Bandscheiben?

Wie in dem Artikel beschrieben, übernehmen die Bandscheiben verschiedene Funktionen zwischen den Wirbelkörpern. Sowohl bei harten Stößen, schnellen Drehungen und gebeugten Körpern werden die Bandscheiben belastet. Genau diese Bewegungen sind bei alpinen Sportarten an der Tagesordnung. Zudem kommen häufige Stürze auf der Piste, die sich nur schwer vermeiden lassen. Daher wird die Wirbelsäule kontinuierlich belastet, was bei bereits kaputten Bandscheiben zu einer Verstärkung der Symptome führen kann.

Bandagen und Protektoren für zusätzlichen Schutz

Bandage für Lendenwirbelsäule

Futuro Bandage

Trotz der leichten Schmerzen, die ich täglich verspüre, wollte ich auf mein geliebtes Hobby nicht verzichten. Ich habe daher im Internet recherchiert und erfahren, dass man durch eine Bandage die betroffene Rückenmuskulatur zusätzlich unterstützen kann. Aufgrund verschiedener Empfehlungen, habe ich mich für die Bandage von Futuro entschieden, die es sowohl bei Amazon als auch in örtlichen Apotheken gibt. Diese lässt sich einfach unter die Skisachen ziehen und stützt den Lendenbereich bei jeglicher Aktivität perfekt. Um mich gegen Stürze zu schützen, habe ich zudem einen Rückenprotektor gekauft. Dieser dämpft bei Stürzen den Aufprall erheblich ab und schützt so die Wirbelsäule und deren Bandscheiben vor weiteren Schädigungen. Auch hier habe ich mich beim Händler meines Vertrauens beraten lassen. Schlussendlich habe ich mich hier für das Modell von Dainese entschieden. Bei der Auswahl der Größe muss man zusätzlich beachten, dass diese zumindest über den Pullover unter der Skijacke gezogen werden muss. Das elastische Material des Dainese-Protektors macht dies ohne Probleme möglich.

Zusätzliche Tipps für den Winterurlaub

Rückenprotektor

Dainese Rückenprotektor

1. Niemals solltet ihr ohne eine kleine Aufwärmphase mit dem Snowboard die Piste herunterfahren.

2. Dehnt den Rücken sanft in alle Richtungen, damit frische Nährstoffe in die Bandscheiben gelangen können. Dadurch haben diese mehr Kraft, um Stöße, Stürze und Drehungen abzupolstern.

3. Extreme Bewegungen solltet ihr auf jeden Fall vermeiden. Springt also über keine waghalsigen Kicker, versucht keine ruckartigen 180s oder 360s zu machen und lasst im besten Fall lieber den Backflip weg. 😉

4. Haltet den Rücken immer gerade, damit die Bandscheiben nicht zusätzlich belastet werden. Um dennoch nicht steif auf dem Snowboard zu wirken, könnt ihr die Knie etwas stärker beugen.

5. Legt ausreichend Pausen ein, damit sich die Muskulatur erholen kann. Durch Pausen kann zudem ein Kraftverlust verhindert werden.

6. Wie auch in dem Artikel von letzter Woche schon geschrieben, ist ganzjähriges Muskelaufbautraining für Betroffene unverzichtbar. Auch beim Snowboarden wird die Rückenmuskulatur schwer beansprucht. Ist diese gut trainiert, federn schon die Muskeln leichte Stöße ab und entlasten so die Bandscheiben.

(Vgl.: lifeline.de)