Zucker ist ungesund

knipseline / pixelio.de

Wer auf seine Gesundheit achtet und sich bewusst ernähren möchte, stößt sich beim Blick auf die Nährwerttabelle eines Produktes häufig am Zucker. Anstelle dieser zuckerhaltigen Produkte isst der Ernährungsbewusste dann lieber etwas Obst, trinkt anstelle von Cola lieber ein Glas Apfelsaft. Doch auch in der vermeidlich gesunden Alternative ist ein hoher Anteil an Fruchtzucker vorzufinden. Wer denkt, dass dieser aufgrund seiner natürlichen Herkunft gesünder sein muss als raffinierter Zucker, läuft einem der weit verbreitetsten Irrtümer auf. Allgemein lässt sich immer noch festhalten, dass Zucker in nahezu jeglicher Form für den Menschen aufgrund seiner vielen Kalorien ungesund ist. Was das Schlimme an Fruchtzucker ist, warum er in hohen Mengen nicht konsumiert werden sollte und welche Alternative für den bewussten Konsumenten infrage kommt, soll dieser Artikel kurz darstellen.

Was ist der Unterschied zwischen Fruktose und Glukose?

Zunächst muss gesagt werden, dass jeglicher Zucker natürlichen Ursprungs ist. Auch der allseits bekannte industrielle Zucker wird zunächst aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen. Erst in der späteren Verarbeitung wird dieser Zucker raffiniert und gilt somit als Industrieprodukt. Der Unterschied zwischen raffiniertem Zucker und dem Fruchtzucker besteht in der Auswirkung auf den Insulinspiegel. Fruktose in kleinen Mengen kann im Gegensatz zu seiner industriell erzeugten Schwester vom Körper insulinunabhängig abgebaut werden. Aus diesem Grund ist diese Art von Zucker vor allem für Diabetiker besser geeignet. Wer richtig aufpasst, merkt hier aber auch gleich, dass durch Fruchtzucker kein Sättigungsgefühl ausgelöst werden kann, da dieses von einem hohen Insulinspiegel hervorgerufen wird. Erst ab einer bestimmten Menge wandelt der Körper die Fruktose zu Glukose um. Diese beeinflusst den Insulinspiegel und kann so für eine viel später eintretende Sättigung sorgen. Für den Diabektiker sind foglich hohe Mengen an Fruchtzucker ebenfalls wieder ungesund.

Warum ist Fruchtzucker ungesünder?

Obwohl Fruchtzucker so natürlich und gesund klingt, kann der Körper die Fruktose nicht gut Händeln. Sobald größere Mengen dieser Zuckerart auf den Körper treffen, muss er diesen in Glukose umwandeln. Dadurch bleibt Fruktose sehr lange im Darm und kann nur mithilfe von viel Flüssigkeit verdünnt werden. Folglich entzieht die Aufnahme von Fruchtzucker dem Körper viel Wasser. Dies wiederum kann zu starken Verdauungsproblemen wie Durchfall führen. Glaubt man einer Studie der University of Michigan, kann die vermehrte Aufnahme von Fruchtzuckern bei Männern sogar das Risiko eines Herzinfarkts erhöhen.

Warum wird Fruchtzucker eingesetzt?

Die Industrie macht sich zwei objektive Faktoren und einen subjektiven Irrtum zunutze. Obwohl bekannt ist, dass Fruchtzucker ungesünder für den Menschen ist, wird dieser in Säften und vermeidlich gesunden Produkten eingesetzt. Dies wird so gehandhabt, da:

  • Fruktose zum einen viel süßer als der raffinierte Zucker aus Rohr oder Rüben ist. Dadurch lassen sich bei der Herstellung der Produkte viele Kosten einsparen.
  • Fruktose sich erst spät bis gar nicht auf den Insulinspiegel auswirkt und somit das Sättigungsgefühl ausbleibt oder erst viel später eintritt. Dadurch konsumiert der Mensch automatisch mehr von diesem Produkt.
  • Fruktose allgemein als gesünder und natürlicher betrachtet wird. Dies ist wie in diesem Artikel dargelegt jedoch nicht der Fall.

Welcher Zucker ist gesund?

Egal ob Fruktose, Glukose, Saccharose oder ein Mehrfachzucker – fast sämtliche Arten sind für den Menschen ungesund oder machen diese sogar aktiv krank. Um dennoch nicht auf den süßen Geschmack verzichten zu müssen, kann man auf Zuckeraustauschstoffe setzen. Zu diesen gehören  Sorbit, Xylit, Mannit, Maltit, Isomalt sowie Stevia. Gerade bei Stevia fallen die Gedanken sofort auf Süßstoffe. Doch der entscheidende Unterschied zu Aspartam und Co ist die natürliche Herkunft von Zuckeraustauschstoffen. Stevia schafft es sogar, die Süßkraft von raffiniertem Zucker zu übertreffen, was zum Verzehr von kleineren Portionen dieser Kohlenhydrate und folglich auch zu einer gesünderen Ernährung führt.

Bis dahin,
Alex