Geflügel Fleisch

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Unter Kraftsportlern ist es schon lange kein Geheimtipp mehr: Geflügel hat viel Eiweiß, wenig Fett und kaum Kohlenhydrate. Anders als rotes Fleisch, wozu unter anderem Schwein, Rind und Kalb zählen, ist Geflügel sehr mager. Es bietet sich daher perfekt für eine Ernährung an, bei der man überflüssiges Körperfett verlieren und die Muskeln dennoch stärken möchte. Kraftsportler nutzen diese perfekten Nährwerte von Geflügel, um sich trotz gesundem Essen längerfristig satt zu halten. Denn der hohe Anteil an Eiweiß ist nicht nur gut für die Muskeln, sondern sättigt zudem auch lang anhaltend. Aus diesem Grund bietet sich der Verzehr vor allem beim Abendbrot an, da hier die Gefahr des späteren Heißhungers sehr hoch ist. Doch wie gesund ist der Verzehr von Geflügelfleisch wirklich? Ab welcher Dosis wird aus dem vermeintlichen Segen ein Fluch für den Körper?

Nährwerte von Geflügel in der Übersicht

Geflügelart à 100gKalorienKohlenhydrateFettEiweiß
Huhn75 kcal1g1g16g
Pute122 kcal1g2g23g
Ente192 kcal1g14g15g
Gans227 kcal1g10g20g

Keime und Antibiotika im Geflügel?

Erst kürzlich hat die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung festgestellt, dass über 50 Prozent der auf dem Markt angebotenen Produkte mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sind. Dies ist die Folge des massenhaften Einsatzes von Antibiotika in der Hühnerzucht. Doch für den Menschen sollte diese Tatsache relativ ungefährlich sein, da alle Arten von Keimen bei der Zubereitung abgetötet werden. Wichtig hierbei ist, dass das Fleisch zum einen gewaschen und 10 Minuten lang bei mindestens 75 °C gebraten wird. Zum anderen, dass Hände, Arbeitsfläche und Besteck nach der Zubereitung gründlich gereinigt werden. Unter keinen Umständen darf das rohe Fleisch in Kontakt mit offenen Wunden zum Beispiel an den Händen kommen.

Hähnchenfleisch ist besser als rotes Fleisch

Anders als bei Rind, Schwein und Co konnte man bei Geflügelfleisch keinen Zusammenhang zwischen Darmkrebs und dem übermäßigen Verzehr feststellen. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene maximale Menge von 600 Gramm Fleisch pro Woche ist beim reinen Verzehr von Geflügel daher nicht zwangsläufig gültig. Dennoch gelten die gesättigten Fettsäuren auch beim Geflügel als schädlich für das Herz und die Gefäße. Wer auf Nummer sicher gehen will, isst lediglich rund 800 Gramm fettarmes Geflügel pro Woche.

Fazit: Der tägliche Verzehr von Geflügel ist bei korrekter Zubereitung nicht schädlich. Insgesamt sollte die Menge pro Woche aber 800 Gramm nicht überschreiten. Egal ist es dabei, über wie viele Mahlzeiten diese Menge zu sich genommen wird. Erschreckend ist die Tatsache, dass Bio-Fleisch nicht zwangsläufig besser ist. In der oben genannten Untersuchung der Stiftung Warentest schnitten die herkömmlichen Geflügelprodukte besser ab.